|
|
|
Le Cinque Terre |
CORNIGLIA.
Der mehr einem Bauerndorf als einer
Fischersiedlung ähnelnde Ort ist
zugleich auch der einzige, der nicht
direkt vom Meerumspült wird, sondern auf
einem Gebirgsvorsprung errichtet ist.
Die ihn umgebenden Hügel sind auch hier
mit Weinreben und Olivenbäumen bebaut,
und so ist es selbstverständlich, auf
Bauersfrauen zu treffen, die die "Cian"
(terrassenförmig angelegte Weinberge)
hinauf- und hinabsteigen, auf ihren
Köpfen die Last schwerer Körbe. Der
erste, nach Vernazza führende
Wegabschnitt wird von einer hohen,
Schatten spendenden Natursteinmauer
gesäumt, die gleichzeitig Schutz vor den
heftigen Meereswinden bietet: er schnürt
sich durch die Haine verwachsener
Olivenbäume und steigt schließlich bis
zu den mit Steineichen und Schirmkiefern
bestandenen Hügeln empor. Auf der Hälfte
des Weges kann man auf einem Wanderpfad
das Meer und den schönen, einsamen
Strand von Guveno erreichen.
MANAROLA. Auf einem steil über
das Meer emporragenden Felsmassiv liegt
Manarola, ein dicht zusammengewürfeltes
Vielerlei an bunten Häusern, nahezu alle
mit der typischen, "Cassola" genannten
Dachterrasse, auf der nach der Weinernte
im September die erlesensten Weintrauben
ausgebreitet werden; aus diesen wird der
berühmte Sciacchetrà-Wein gewonnen. Wie
geschehen in Riomaggiore so ist auch
hier der Wildbach inzwischen unter die
Erde verbannt worden; sein Verlauf
bildet die Haupstraße des Ortes, die in
der charakteristischen, dem Fels
abgerungenen Bucht endet; hier werden
Die Boote noch ans Ufer getragen. Der
schachbrettartige Kirchplatz der Pfarrei
San Lorenzo, im oberen Teil des Ortes,
verwandelt sich häufig in ein munteres
Sportfeld der einheimischen Jugend. Es
lohnt sich, einen Abstecher zu den
beschaulichen Ortschaften Groppo und
Volastra zu machen. Ein halbstündiger
Aufstieg auf einem an Rebstöcken und
uralten Olivenbäumen vorbeiführenden
Wanderpfad führt auf die Anhöhe von
Volastra, wo die laue Luft und die
baumbestandene Grasfläche vor dem
Santuario della Madonna della Salute
dazu einladen, sich vom herrlichen
Panorama verzaubern zu lassen. |
|
|
MONTEROSSO.
Ist seit einiger Zeit über eine
Landstraße von Levanto aus zu erreichen.
Monterosso ist sicherlich der am meisten
aufgesuchte Ort der Cinque Terre. Vom
Kapuzinerkloster, besser noch vom
höhergelegenen antiken Castello dei
Fieschi, heutzutage Friedhof, genießt
man eine überwältigende Aus- und
Fernsicht auf einen weiten
Küstenabschnitt: zur einen Seite die
Steilhänge der Punta Masco, beherrscht
von den Ruinen der Skt. Antonius-Abtei,
zur anderen die rebenbestandene
Steilküste mit Vernazza, Corniglia und
Manarola, bis hin zum Kap Monte Nero.
Von Monterosso aus gelangt auf einem
angenehmen Wanderwege zur Madonna di
Soviore, Liguriens ältestem Heiligtum.
Laut Überlieferung geht es aufs 11.
Jahrhundert zurück, als die den
Langobardeneinfällen unter Rotar
entronnenen Menschen sich an diesen Ort
zurückgezogen hatten und in der
Folgezeit Monterosso gründeten:
natürlichen Ursprungs (um sie
wiederzufinden, fragen Sie nach Colle
Maddalena und Costa Lapau). Das
Unterholz ist reich an mediterranen,
aber auch an mitteleuropäischen und
atlantischen Pflanzenarten.
RIOMAGGIORE. Wurde an der Mündung
des Appenninischen, von den Römern "Rivus
Major" genannten Sturzbaches errichtet;
Der Bach verläuft heutzutage
unterirdisch. Der Überlieferung nach
soll der Ort im 8. Jahrhundert gegründet
worden sein, als eine Gruppe aus dem vom
byzantinischen Kaiser Leo III.
verfolgten Volke der Achäer sich an die
Ort flüchten konnte. Eine schöne
Wanderstrecke beginnt gleich oberhalb
des Ortes und führt zum Heiligtum der
Madonna del Monte. Nero bietet eine
herrliche Aussicht auf die Cinqueterre. |
|
|
VERNAZZA.
Der antike Ort Vulneria hat sich sich
als typisch mittelalterlicher Burgweiler
bewahrt und kann auf die längste
seemännischeTradition der Cinque Terre
zurückblicken. Die hochgebauten, auf dem
Felsvorsprung haftenden Häuser sind
hufeisenförmig um eine kleine Bucht
gehäuft: sie werden vom mächtigen
Mauerwerk der antiken Wehrburg und ihres
Wehrturmes überragt. Der Aufstieg zur
Burg gestaltet sich als ausgesprochen
abwechslungsreich: auf enge, dunkle
Gässchen folgen die äußerst steilen "arpaieXXXX"
(schmale Treppenaufgänge), über den
Haustüren der rot . Die an Land
gezogenen Boote und Nachen bestimmen
neben Mauerbögen und ländlichen Läden
das Bild des kleinen Platzes vor der S.
Margherita di Antiochia-Kirche mit ihrem
charakteristischen achteckigen
Glockenturm. Auch In Vernazza legen die
Fährboote, die von Portovenere aus zu
den touristischen Rundfahrten bis nach
Monterosso starten, an.oder gelblich
gehaltenen Häuser erblickt man kleine
Nischen, die kleine Votivstatuen bergen |
|
|
|
|
 |
|
|